Die Zeitumstellung am letzten Sonntag im Oktober (am kommenden Sonntag, 25. Oktober 2026) steht bevor und wirbelt bei manchen Menschen die innere Uhr durcheinander, die meisten Tiere reagieren dagegen gelassen. Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen rief trotzdem besonders Autofahrer zu mehr Vorsicht in der Dämmerung auf, da Wildtiere und Freigänger „ihre“ Zeit nicht umstellen, sondern auf den aktuellen jeweiligen Sonnenstand reagieren. Da die Uhren in der Nacht um eine Stunde zurückgedreht werden, fällt der Berufsverkehr jetzt oft in die Dämmerung und besondere Aufmerksamkeit ist deshalb geboten, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Insgesamt reagieren Haustiere gelassen auf die Umstellung, lediglich die oft etwas durcheinander geratenen Frauchen und Herrchen können sie irritieren.
Gefährlich ist die dunkle Jahreszeit besonders für Freigängerkatzen. Autofahrer sollten jetzt besonders vorsichtig sein. Und wenn doch etwas passieren sollte, dann auf jeden Fall Anhalten und Hilfe holen. Viele Tiere werden nur angefahren und ein Anruf könnte ein Leben retten. Beispielsweise Kater Neo, der von einem Wagen erfasst und einfach zurückgelassen wurde. Wie später festgestellt wurde, irrte er schwer verletzt noch drei Tage durch die Gegend, bevor er gefunden wurde. Leider zu später. Er verstarb wenig später nach tagelangen Qualen.
Hunde und Katzen sind Gewohnheitstiere und deshalb kann ihr Rhythmus durch die Zeitumstellung ein wenig durcheinandergeraten, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Gibt es nach der Zeitumstellung plötzlich eine Stunde Zeitverschiebung, dann reagieren sie manchmal ungehalten. Hunde beispielsweise sind zumeist an „ihre“ festen Fresszeiten gewöhnt, sie verstehen in den ersten Tagen den neuen Rhythmus nicht. Zumeist ist der Spuk nach zwei oder drei Tagen wieder vorbei und die Tiere haben sich umgestellt. Katzen scheint äußerlich die Umstellung nichts auszumachen, auch wenn sie dies über ihre innere Uhr wahrnehmen und sich die Fresszeiten ändern, so der Bund Deutscher Tierfreunde.
Viele Wildtiere – beispielsweise Rehe oder Wildschweine – sind in der Dämmerung auf Nahrungssuche und überqueren dabei nicht selten Landstraßen. Die Folge sind vermehrte Wildunfälle. Autofahrer sollten deshalb besonders vorsichtig und langsam fahren. Steht ein Tier am Straßenrand oder läuft auf die Fahrbahn, sollten Autofahrer abblenden, hupen und langsam abbremsen.
Nutztiere wie beispielsweise Kühe „leiden“ in den ersten Tagen offenbar tatsächlich unter dem neuen Tagesablauf. Viele Landwirte stellen deshalb schon im Vorfeld die Melkzeiten langsam um und passen die Tiere so dem neuen Zeitverlauf langsam an. Kühe geben nach den Erfahrungen vieler Landwirte sonst zunächst nach der Umstellung weniger Milch. Nach etwa einer Woche haben sich Kühe meist ebenfalls umgestellt. Zootiere dagegen scheinen völlig unbeeindruckt von der Zeitumstellung zu sein.